
Allgemein
Im Rahmen der Verbreitung des Internets seit Ende der 90er Jahre nahmen die pornographischen Inhalte im Internet immer weiter zu. Seit Jahren sind diese kostenfrei erhältlich. Diese Entwicklung führte zum Phänomen der Pornografiesucht. Mittlerweile existiert mit der Diagnose im ICD -11 = 6C92 Zwangsstörung des sexuellen Verhaltens eine Möglichkeit der Behandlung, sowohl im ambulanten wie im stationären Setting. Man kann davon ausgehen, dass allein in Deutschland ca. eine halbe Millionen Männer unter dieser Störung leiden.
Verbreitung
Schätzungen sprechen von 500.000 Internet-Sexsüchtigen in Deutschland und 50.000 in Österreich. Neun Zehntel davon sind Männer. Diese Schätzungen in den USA liegen bei 3,2 % laut dem international Sex surway wobei bei einer Sellbstbefragung im Jahre 2025/26 7-10% der Befragten angaben eine Pornosucht (wissednschaftlich ausgedrückt Pornografie-Nutzungsstörung) zu haben.
Beratung
Im Rahmen einer Beratung helfe ich Ihnen festzustellen, ob es sich bei Ihnen um eine Abhängigkeit oder um eine Missbrauch des Konsums pornographischer Inhalte handelt (Diagnostik). Des Weiteren kläre ich Sie gezielt über das Krankheitsbild Pornografiesucht (Psychoedukation) auf. Im Anschluss werden weitere Möglichkeiten der Beratung und Behandlung besprochen. Leider gibt es in Deutschland wenige Spezialisten, die sich mit Beratung und Behandlung der Pornografinutzungsstörung auskennen. Ich berate und und behandele Sie diskret, effektiv und mit viel Verständnis und Empathie. Z.B. helfe ich bei der Weitervermittlung und dem Erhalt weiterführender Hilfestellungen, wie z.B. dem sogenannten „Reboot – Neustart ohne Internetpornografie“, bei dem es darum geht sexuelle Aktivitäten wieder mit Gefühlen und zwischenmenschlicher Nähe zu verbinden. Auch ein ergänzende Beratung mit der Partnerin/dem Partner ist möglich. Dort vermittle ich einfach und klar die Hintergründe einer Pornografiesucht, was oft erhellend und befreiend sein kann.
Angehörigenberatung
Angehörige von pornografieabhängigen Menschen sind fast ausschließlich Frauen. Für Frauen ist es häufig eine erniedrigende Situation, in der sie sich befinden. Gedanken und Gefühle von „Ich bin ihm nicht attraktiv genug“ oder „Er betrügt mich“ belasten die Beziehung oft schwer. Das Vertrauensverhältnis zum Partner bekommt tiefe Risse. Auch Wut, Enttäuschung und das Bedürfnis die Beziehung zu beenden treten häufig auf. Ich helfe Ihnen dabei, Verständnis für das Krankheitsbild ihres Partners zu entwickeln, ihn zu einer Veränderungshaltung zu motivieren und wieder für sich selbst zu sorgen.
